In diese Blumentöpfe darf gepinkelt werden

Paris will ein für allemal das Problem des Wildpinkelns lösen. Öko-Pissoirs, elegant kaschiert unter Blumentöpfen, könnten die Antwort darauf sein.

Das altbekannte Problem des «pipi sauvage», also des öffentlichen Urinierens, könnte in Paris bald der Vergangenheit angehören. Eine Firma hat ein Pinkelbecken für Männer entwickelt, das nicht nur schlechte Gerüche verhindert, sondern auch diskret in Bahnhöfen, an Ecken oder auf der Strasse platziert werden kann.

Das sogenannte Uritrottoir ist kein gewöhnliches Pissoir. Der untere Behälter ist mit einer Mischung aus Stroh, Sägemehl und Spänen gefüllt, darüber steht ein mit Erde gefüllter Blumentopf. Das ganze System bildet einen geschlossenen Recycling-Kreislauf. Das heisst: Das mit Urin getränkte Stroh wird zu Kompost verarbeitet, der wiederum für die oben wachsenden Pflanzen verwendet wird.

Sensor sagt, wenn der Behälter voll ist

Zwei solche Pissoirs stehen seit Dienstag am Gare de Lyon in Paris. Dem Sender «BFMTV» erklärt Victor Massip, einer der Designer des Uritrottoir, dass der Urinbehälter mit einem Sensor versehen wurde, der den Füllstand angibt. Ist der Kasten voll, wird er von einem Mitarbeiter der Firma ersetzt. Das grosse Modell ist nach 500 Ladungen voll, das kleinere schon nach 250.

«Für den Moment ist das eine Testphase», sagt Maxime Bourrette, Sprecherin der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Sollte die Idee erfolgreich sein, werde man sich überlegen, mehrere dieser roten Pissoirs in der Nähe der Bahnhöfe aufzustellen. Auch die Pariser Bürgermeisterin zeige sich am Produkt interessiert, schreibt «BFMTV».

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Posted on 3 février 2017 in Presse, Suisse

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